Von Stefan und Michael

 

Double Dynamite oder 2 Tage volles Rohr AccaDacca

 

Nach dem überaus genialen Geiselwinder Fantreffen im vergangenen Jahr war die diesjährige Veranstaltung Pflichtprogramm.Bereits im Vorfeld gab es einige Warm-up Parties im kleineren Kreis und durch die AC/DC-Wette bei Gottschalk waren unsere Jungs mal wieder im Gespräch.Die Meinungen, ob der 11 jährige Wettkandidat Hagen Brüggemann auf Grund seiner tollen Leistung und sympathischen Ausstrahlung als Ehrengast nach Geiselwind einzuladen sei, gingen auseinander - aber die Diskussion fand mit seinem ausgebuchten Terminplan ein Ende (Gott sei Dank).

Am Freitagnachmittag ging es auch für mich los  - gen Süden. Im Dreiergespann mit Olaf L. und seiner Freundin Moni brachten wir die 350 km bis ins Mekka der bundesdeutschen Autohöfe hinter uns. Im Geiselwinder Gasthof Lamm bezogen wir Quartier für die nächsten zwei Nächte. Das Lamm, wie die anderen Gasthäuser auch, waren - wie auch letztes Jahr - fest in der Hand des AC-Gefolges.

Da die Uhr bei unserem Eintreffen bereits 20:30 zeigte, war es höchste Zeit für ein Begrüßungsbierchen in der Halle, nebst musikalischer Begleitung durch Big Gun, die bereits um 20.00 Uhr ihr Set begonnen hatten.
Schon vor der Music Hall wurden wir durch eine mittlere Horde Kutten begrüßt, die quarzenderweise den Eingangsbereich bevölkerten. Als weitere Attraktion vor dem Eingang konnte man den AC/DC Truck bewundern, der bei einer Wahl des Magazins "Trucker" durch die Circulanten zum zweiten Platz gepusht wurde!! Ein wirklich imposantes Teil (auch wenn es ein DAF ist...) – auf alle Fälle als Hintergrundmotiv für Gruppenfotos das ganze Wochenende sehr beliebt.

Nach kurzem Begrüßungsritual mit dem üblichen Austausch von freundlichen Beschimpfungen mit Jörg H. führte unser Weg in die Halle, aus der wohlbekannte Klänge ertönten.Im Eingangsbereich hatte sich die Fa. Speedy Promotion mit einem sehenswerten Stand niedergelassen, um das Fanvolk mit verschiedensten Devotionalien zum Thema AccaDacca zu beglücken. Eine recht ausgiebige Möglichkeit zum Stöbern nach nutzlosem Kram, den unsereins so braucht.In der Haupthalle stießen wir dann auf eine sehr ansehnliche Menge Volk, das bereits am Abfeiern der von Big Gun dargebotenen Show waren. Begrüßt wurden wir gleich durch Meister Petersen - Chief of Dynamite F.C. nebst Frau, dann wurde Raff (the brain) gesichtet und gemeinsam deckten wir uns mit Bierchen ein, welches wie im Jahr zuvor zu einem fairen Kurs ausgeschenkt wurde und arbeiteten uns unter fortwährenden Begrüßungen Richtung der Bühne vor. Big Gun lieferten ein Set voller Überraschungen ab und wussten zu überzeugen, so dass sie die undankbare Aufgabe des Openers mehr als ordentlich erfüllten.

Setlist Big G

  • Rock’n’Roll Train
  • Stiff upper Lip
  • Hard as a Rock
  • Moneytalks
  • Are you Ready
  • Dog eat Dog
  • Sink the Pink
  • Hells Bells
  • You shook me all Night long
  • Thunderstruck
  • Shoot to Thrill
  • Live Wire
  • Let me Put my Love into you
  • What do you do for Money Honey
  • Back in Black
  • For those about to Rock

Die Freude über das Wiedersehen mit so vielen Gleichgesinnten überwog jedoch den Eindruck des Gigs bei mir deutlich und so kann ich zu den einzelnen Songs wenig sagen.Im Gegensatz zum Vorjahr, als am Freitagabend ja noch gähnende Leere herrschte, war es diesmal richtig gut gefüllt und die Hälfte der langgedienten Fans war schon anwesend. Und so entwickelte sich ein richtig geiler Abend mit ständigem Wechsel zwischen Halle und Draußen, um die Wirtschaftskrise durch das Abfackeln dutzender Zichten abzuwenden.

Der zweite Gig des Abends war dann schon ein absolutes Highlight: B.O.N. aus Berlin versprachen viel und übertrafen die Erwartungen noch!
Bereits in Berlin, beim Pankower Fantreffen am Vorabend des AC-Gigs hatten die Jungs um Shouter Shorty gezeigt, wo die Glocke hängt – auch wenn die Jungs als Bon Scott Coverband derlei Firlefanz nicht im Gepäck haben.
Dafür aber einen Wahnsinns- Piper, der - nach Ankündigung durch Fuckin` Hubert - mit seinem Dudelsack den Einstieg zu "It´s a long Way to the Top" stilsicher einläutete. Die Stimmung war selbstredend gleich auf 180 und die Meute übernahm sofort den Gesangspart. Mit "Riff Raff" folgte ein beinharter Nackenbrecher, wo sich unsereins schon mal überlegt, wie man den nächsten Tag wohl ohne Stiff Neck (Halskrause) überstehen soll. "Hell ain´t ..." war dann die etwas ruhigere Überleitung zum nächsten Hammer: "Squealer"! Kam saugut rüber und sorgte für Gänsehaut Feeling. Dann gings Schlag auf Schlag mit Krachern weiter. Vom Meisterwerk Powerage folgten "What´s next to the Moon" und "Down payment blues". – Die optimale Betriebstemperatur für eine wilde Rock´n´Roll Party war erreicht und die Kutte bereits durchgeschwitzt – alles wie es sein muss... Mit "Crabsody in Blue" dann wieder etwas fürs Herz und dann gings volles Rohr mit "Rock´n´Roll Singer"  und dem megageilen "What´s next to the Moon" weiter.Bei  "Jailbreak" haben die Jungs von B.O.N. uns alle in die Vergangenheit entführt – in originalgetreuen Kostümen aus dem Video präsentierten sie eine Hammerversion des Klassikers incl. Polizist und Schuss auf Shorty alias Bon Scott.
"Can I sit next to you" wurde abgefeiert und "Walk all over you" war dann wieder ein herber Angriff auf die Nackenmuskulatur. In der FOS Area wurde geheadbangt was das Zeug gab – ältere Herrschaften gerieten in  regelrecht Extase - Thomas S. und Tomas K. zeigten, wie es geht. Mit "Ride on" ergab sich mal wieder eine nette Gelegenheit Olaf L. und Jörg H. an ihren Faux Pas beim Paris Gig anno 2001 zu erinnern – worüber sich beide auch noch zehn Jahre danach sichtlich erfreuen Der Rest bis zur Zugabe war ein munteres Köcheln bei hoher Temperatur mit "Rock´n´Roll Damnation", "Gone Shootin´", dem finalen Schuss ins Genick mit "If you want Blood" und dann brannte die Bude bei "Up to my neck in you". "Rosie" beendete den ersten Teil des Hammergigs und auch die Illusion auf eine Erholungspause für die malträtierte Nackenmuskulatur.Fertig - aber selbstredend nicht fertig genug -  wurde die Zugabe bestellt: Einige Fans kamen auf die geniale Idee einen Front of FOS Bereich zu eröffnen und so konnte die Party noch eine Stufe gesteigert werden...
Wieder stand das Video Pate, als Shorty als Bon im Frauenkostüm uns zu verstehen gab:  "Baby please don´t go".Was dann kam, war der für letztes Jahr angekündigte – doch lediglich angespielte Kracher, der auch den fertigsten wieder auf die Beine brachte – das vielersehnte "I´m a Rebel" wurde natürlich frenetischst gefeiert und es bleibt ein Traum, dass man irgendwann einmal vielleicht das Original zu hören bekommt.

"Let there be Rock" markierte dann das vorläufige Ende des Gigs und die Grenzen der Konstitution aller älteren Semester, wie ich es bin. Aber so ein Gig bedurfte natürlich einer besonderen Zu-Zugabe und dieser Wunsch wurde uns auch erfüllt.Mit der schottischen Volksweise „Fling Thing“ wurde  „Rocker“ eingeläutet, welches uns für diesen Abend endgültig den Rest gab und auf alle Gesichter ein schweißtriefendes Lächeln zauberte.Im Anschluss folgte das kollektive Runterkommen beim Bierchen und diversen Zichten (das dämliche Rauchverbot in der Halle nervte gewaltig und führte immer wieder zu lästigen Diskussionen mit den Ordnern, die Jagd auf die Outlaws machten, welche sich in der Halle ein Kippchen gönnten).So ab 2 Uhr löste sich die Gesellschaft langsam auf und auch ich folgte dem Ruf der angemieteten Schlafstelle und quälte mich durch die Nacht ins Hotel.Fazit: Ein Auftaktabend nach Maß – meiner Ansicht nach deutlich geiler als letztes Jahr beim 2010er Geiselwind Treffen. Der Samstag begann unsanft aber standesgemäß: Ein irres Hämmern erfüllte meinen Schädel, welches ich den einsetzenden Kopfschmerzen zuordnen wollte – aber etwas war anders. Das Klopfen kam von außen, nicht von innen...... mein lieber verstrahlter Freund Olaf hatte die gute Idee mich durch eine Trampelattacke in seinem darüber liegenden Zimmer zu beglücken und zu wecken. Beim Frühstück traf ich bereits auf diverse Leidensgenossen, deren Gesichtzüge Zeugnis über die Auswirkungen des exzessiven Rock´n´Roll Abends gaben. Immerhin konnte der vergleichsweise munter wirkende Mike R. meine Tischgesellschafterinnen Geli und Eva mit erlesenen Geschenken erfreuen und für Heiterkeit sorgen Smiley.

 

Das Team Orgasmus – äh – Orga Team hatte für den Samstag ein feines Programm erdacht, um dem erlesenen Publikum auch tagsüber Kurzweil zu bieten.
Wie bereits im vergangenen Jahr, so wurde auch dieses Mal wieder eine Börse abgehalten, auf welcher Fans und gewerbliche Anbieter allerlei Schabernack rund um das Thema Wechselstrom/Gleichstrom anboten. Vom Aufkleber, über die beliebten „Stiefel“ bis zum  Kopfschmuck war dort alles zu haben.

Die kleinere Halle, welche bereits im Jahr zuvor für diesen Zweck herhalten musste, war sehr gut gefüllt – zwischen den Ständen blieb kein Platz frei.
Die Berliner G.O.T.M hatten diesmal die Fantreffen T-shirts im Programm und richteten die Tombola  mit feinsten Preisen aus . Jörg H. und Raff luden zum AC/DC Wissensquiz, erdacht von Raffs mächtigem Männergehirn™ ein (die Fragen hatten es mehr als in sich – nur Karl Allan´s anscheinend ebenso mächtiges Gehirn vermochte damit komplett fertig zu werden).
Ach ja – Musik gab´s auch – King Bon gaben auf der kleinen Bühne ihr bestes – was leider im allgemeinen  Gestöber nach Raritäten ziemlich unterging. Mir persönlich war es bei der Gelegenheit zu laut (normaler Weise ein Unding) – aber bei einer Börse ist Live Musik eher hinderlich.
Ratz, der vielgereiste und AC/DC Rekordkonzertbesucher hielt einen AC-Kuchen Contest ab. Die Ergebnisse konnten sich nicht nur sehen lassen sondern bewiesen ungeahnte künstlerirische Fähigkeiten. Da gab es Rosies, die das Original wohl hätten blass aussehen lassen.
Eine Fotoausstellung legte Zeugnis von vergangenen Fantreffen ab – einfach genial, die Bilder aus teils sehr lange vergangenen Tagen zu sehen. Hier hat sich doch mancher ziemlich verändert und aus den langhaarigen Jungspunden sind vielfach alte Säcke mit stark verlagertem Haaransatz geworden – das beste Beispiel tippt gerade diesen Bericht Smiley.
Apropos Foto – Mr. Stonebreaker himself, als Koryphäe für Konzertphotographie führte einen zweitägigen Workshop zu diesem Thema durch. Und so sah man bei den Gigs einige Leutchen mit entsprechendem Equipment, die fleißig das Geschehen auf der Bühne festhielten – auf die Ergebnisse darf man gespannt sein.
So weit das Geschehen bis hierher und ich übergebe an Michael, der weitererzählt...

Mein Fazit: In allen Belangen ein mehr als gelungenes Treffen – ich fand‘s mindestens so gut wie im Vorjahr.
Leider waren einige Leute nicht dabei – Metalbäcker, Foxi, Theis, Spurki, Knull und viele mehr – ihr wurdet schmerzlich vermisst – seht ja zu, dass ihr nächstes mal wieder mit von der Partie seid.


Alles klar, dann will ich (Michael) mal übernehmen: Nachdem Stefan vom ersten Tag berichtet hat, möchte ich den zweiten Tag Revue passieren lassen. Mann, was hab ich mich auf dieses Wochenende gefreut. Mein Gott, das letzte bzw. erste internationale Fantreffen in Geiselwind ist nun auch schon wieder ein Jahr her und es tat einfach nur saugut, die große AC/DC-Fan-Familie wiederzusehen. Scheiß auf jeglichen Alltagsstress, diesen gibt es hier nicht. Für dieses Wochenende galt es: Vollgas geben, und zwar richtig!!!

Die Voraussetzungen dafür waren durch das großartige Orga-Team und ein fettes Rahmenprogramm gegeben. Nach dem ersten Tag ebenfalls mit Schmerzen aus dem Bett gestiegen (auch ich hatte mit Folgeerscheinungen wie mein Vorredner zu kämpfen, sozusagen obligatorisch…), machten Oliver W., mit dem ich mich am Freitagnachmittag aus der schönsten (Dom-) Stadt Deutschlands gen Süden aufmachte, und ich uns auf, ein ordentliches Katerfrühstück zu uns zu nehmen: Gute Frage: Findet mal "morgens" um 12:30 Uhr ne Pinte, wo man Frühstücken kann…Aber es gibt ja auch einen Mund, den man benutzen kann, so dass wir dank der netten Bedienung tatsächlich das opulente Truck-Frühstück bekamen, dass nur bis 11 Uhr ausgegeben wird: Gott, war das geil!!!
Im Anschluss ging es dann in die Halle, wo uns die von Stefan beschriebene Börse erwartete: Wie gut, dass ich nicht so viel Geld dabei hatte, sonst hätte mein Portemonnaie arg leiden müssen. Leider konnte ich die unfassbar gelungenen AC/DC-Kuchen nicht anrühren, die gefühlten 3,5 Kilo Truckernahrung suchten sich noch ihren Raum in meinem noch verstoffwechselnden Bauch. Aber davon abgesehen: Eine Rosie isst man auch nicht, zumindest nicht so Smiley.
Nebenbei wurde noch die für die Nachwelt festgehaltene Fahrt nach Kirriemuir gezeigt, wohin sich eine über 60-köpfige Truppe unserer Gemeinde im Juli aufgemacht hat, um es beim Bonfest so richtig krachen zu lassen. Der Film ging für meinen Geschmack leider etwas unter und war eigentlich vor allem für die interessant zu sehen, die dabei waren. Im Anschluss konnte jeder bei dem an die legendäre Dalli Dalli-Show (Hans Rosenthal) angelehnten Spiel Dirty Klick sein AC/DC-Fachwissen beweisen und auf Bildern abgebildeten bandnahen Personen oder Ereignissen die richtigen Namen zuordnen. Sagenhaft, was hier einige wussten: Ich hätte den Gitarrenlehrer von Angus nicht erkannt…

War ja alles ganz nett, aber allmählich wurde es Abend und wir alle freuten uns auf die beiden Bands des Abends, und so wechselte die Veranstaltung in die große Halle gleich nebenan. Während des Rahmenprogramms am Nachmittag hatte bereits mit King Bon eine erste Band gespielt, aber ich war einer der vielen, die die Band wenn überhaupt nur ansatzweise aus der Nebenhalle gehört hat und daher leider nichts über den Auftritt sagen kann.

Nachdem die Gewinner des Quiz mit zum Teil hochkarätigen Tombola-Gewinnen beglückt wurden (wohl jeder wird sich an Uns-Melanie erinnern, die sicher ein lauteres Organ als jede AC/DC-Coverband-Frontfrau hat. Melanie gewann einen der Hauptpreise des AC/DC-Quiz…), gab vor dem Auftritt der Black Thunder Ladies ein 15-jähriger weiblicher Angus seine/ihre Gitarrenkünste zum Besten. Ich denke, ich war nicht der einzige, der wirklich baff war: Was das Mädel, das ihren Auftritt sichtlich genoss und von Thomas kaum von der Bühne zu bekommen war, auf der Bühne ablieferte. Das war für ihr Alter allererste Sahne. Aber dann wurde es auch Zeit und wir alle wollten die Black Thunder Ladies sehen, die im letzten Jahr am ersten Tag des Fantreffens nicht wenige begeisterten und deshalb auch in diesem Jahr spielen sollten.

 

Der Alkohol-Pegel erreichte mittlerweile für uns alle gewohnte Sphären und dann endlich kamen die Ladies auch auf die Bühne. Ich selbst war sehr gespannt, denn im letzten Jahr konnte ich sie nicht sehen, da ich erst am zweiten Tag angereist war. Was soll ich sagen, ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen: Optisch konnten die Damen schon ziemlich überzeugen, allen voran die Frontfrau. Ich denke jeder weiß, was ich damit meine…Leider aber erwies sich dieses, als eines der erwarteten Highlights, am Ende als Lowlight und wurde für viele an diesem Abend zum Stimmungstiefpunkt: Viele von uns verbrachten daher auch lieber ihre Zeit vor der Halle mit diversen Bieren und Männergesprächen, als vor der Bühne abzurocken. Ich möchte die Band hier auf keinen Fall schlecht reden, denn diese gab sich wirklich Mühe und versuchte das Beste aus einer Situation zu machen, die für alle Beteiligten ungünstiger nicht hätte sein können: Neben dem - soweit ich weiß - allerersten Auftritt der neuen Rhythmus-Gitarristin wurde der Auftritt auch aus persönlichen Gründen im Umfeld der Band-Mitglieder sehr getrübt, so dass ich an dieser Stelle auf jeden Fall Verständnis entgegenbringen möchte, auch im Namen anderer Fans. Zudem hatten die Mädels überflüssigerweise noch mit Tonprobleme zu kämpfen, wer auch immer dafür verantwortlich war. Für meinen Geschmack ist es generell aber so, dass AC/DC-Songs männliche Vocals brauchen, auch wenn weibliche Cover-Bands was fürs Auge sind. Auch wenn die Black Rosies im letzten Jahr dennoch ordentlich rockten, trotz Frauenpower. Der Vollständigkeit halber noch schnell die Setlist von den Black Thunder Ladies. Die werde ich jetzt nicht so strebermäßig wie Stefan kommentieren Smiley, aber bei B.O.N. gab es auch sichtlich mehr zu jedem Song zu erzählen.
Was mich angeht, so ist es mir aber auch fast wichtiger, mit den unzähligen bekannten Gesichtern zu quatschen, die man nach zum Teil mehr als einem Jahr wiedersieht. Am meisten hab ich mich gefreut, die Schluchtensch…ääh, ich meine netten österreichischen Freunde wiederzusehen, die den weiten Weg von Graz auf sich genommen haben. Aber auch Bekannte aus der gesamten Republik wiederzutreffen, mit denen ich im vergangenen Jahrzehnt halb Europa unsicher gemacht habe, tat einfach nur gut. Entsprechend viel Flüssignahrung musste an diesem Abend/dieser Nacht zerstört werden…

  • Rock’n’roll Train
  • Gilrs got Rhythm
  • Sin City
  • If you want Blood
  • Back in Black
  • Dirty Deeds done dirt cheap
  • Shot down in Flames
  • Let me put my Love into you
  • Thunderstruck
  • You Shok me all Night long
  • Hell ain’t a bad Place to be
  • Have a Drink on me
  • Shake a Leg
  • The Jack
  • Rock me down (Eigenkomposition)
  • Hells Bells
  • Shoot to Thrill
  • Let there be Rock
  • Bad Boy Boogie
  • Black Thunder (Eigenkomposition)
  • T.N.T.

Zugabe

    • Live Wire
    • Highway to Hell

    Mit großer Spannung fieberte man dem Highlight des Abends entgegen, zum Teil mit einem mulmigen Gefühl in der unteren Bauchgegend seitens des Orga-Teams, weil man High Voltage bis dato noch nicht wirklich kannte. Nach Bekanntgabe der Tombola-Gewinner enterte der Headliner dann gegen 22:30 Uhr die Bretter und legte für mich überraschenderweise mit "Highway to Hell" los, das ich in den mittlerweile 20 Jahren Fandaeins nur als Zugabe kenne. Aber schon da ließ sich erahnen, welchen Leckerbissen uns das Orgateam da bescherte: Die Jungs aus Belgien zeigten eine Spielfreude, die zum Teil an die frühen Jahre von AC/DC erinnerte. Und ich denke, da spreche ich für sehr viele an diesem Abend: Einen geileren und vor allem authentischeren Brian habe ich neben dem Original noch nicht gesehen: Einfach nur genial! Was ich natürlich wieder einmal zum Anlass nehmen musste, für eine weitere Stärkung meiner Nackenmuskulatur zu sorgen. Schon scheiße, wenn sich dann irgendwann der latente Schädel ebenfalls zu Wort meldet, der sich den Tag über im Großen und Ganzen im Rahmen hielt…

    Die Stimmung war brachial und aus allen Löchern kamen sie dann alle wieder vor die Bühne bzw. füllten die zuvor etwas leer gewordene Halle. High Voltage kann sicher als Glücksgriff bezeichnet werden, so ziemlich jeder war begeistert. So kam es, dass die Band nach diversen Zugaben eigentlich schon beim wohlverdienten Feierabendbier in der Umkleide war, als Thomas laut "WHO MADE WHO"- skandierend die Band zurück auf die Bühne holte, wo sie dann noch einmal den Titelsong des Spielfilms von Stephen King zum Besten gaben.
    Die doch recht virtuose, aus vielen Klassikern bestehende Setlist liest sich wie folgt:

    • Highway to Hell
    • Hell ain’t a bad Place to be
    • Go down
    • Back in Black
    • Problem Child
    • Bad Boy Boogie
    • Hard as a Rock
    • Jailbreak
    • Who made Who
    • Stiff upper Lip
    • High Voltage
    • Moneytalks
    • You shook me all Night long
    • Hells Bells
    • T.N.T.
    • The Jack
    • Let there be Rock
    • Whole lotta Rosie

    Zugaben

    • Thunderstruck
    • Rock’n’oll Train
    • For those about to Rock

    Special Zugabe Dank Thomas

    Um 0:30 war dann wirklich Feierabend für unsere belgischen Freunde und wir mussten uns für den Rest des Abends mit Musik aus der Konserve begnügen. So war aber auch Zeit, noch einmal mit alten Bekannten und Gleichgesinnten über die Vergangenheit zu sinnieren und zu philosophieren, oder sich einfach nur gegenseitig zu beschimpfen. Zumindest ist das bei einigen unter uns die Art und Weise, wie man sich gegenseitige Wertschätzung entgegenbringt, nicht wahr lieber Jörg Smiley. Ach ja, das hatte ja unser Doktor aus Dortmund schon erwähnt…
    Bleibt noch ein Fazit zu ziehen, was mir nicht schwer fällt. Allen voran muss natürlich einmal dem gesamten Orga-Team ein ganz großes Dankeschön gesagt werden. Was die Herren in den vergangenen 12 Monaten geleistet haben, ist aller Ehren wert!!! Neben Job, Familie und der nicht unwichtigen Freizeit so ein Ding zu stemmen und hier und da sicher auch Eigenmittel einfließen zu lassen, das ist schon eine ganz, ganz große Nummer!!! DANKE! Es zum wiederholten Male zu schaffen, so viele Fans zu mobilisieren und auch dafür zu sorgen, dass man sich so auch nicht aus den Augen verliert, verdient Anerkennung und Respekt! Daher möchten Stefan und ich sozusagen stellvertretend für die ganze Fan-Gemeinde einmal DANKE sagen. Vor allem, da die Planungen für das nunmehr 3. Internationale Fantreffen in Geiselwind im nächsten Jahr bereits laufen. Vergessen werden darf natürlich nicht Herr Strohofer, der all das erst möglich gemacht hat. VIELEN DANK!!!
    Was mein Fazit zu diesem Wochenende angeht, so muss ich im Gegensatz zu Stefan sagen, war für mich die Stimmung im letzten Jahr gefühlt besser. Sicher war dieses Jahr auch wieder ein voller Erfolg, was auch das allgemeine Feedback aller Besucher bestätigt. Doch irgendwie kam in diesem Jahr der Spirit nicht so recht rüber, meine ich. Das letzte Jahr war ein voller Erfolg und das Programm wurde in diesem Jahr leicht ausgedehnt. Nur ist es sicher schwer und auch nicht planbar, ob und wenn von wie vielen dieses Programm auch angenommen wird. Für meinen Geschmack tut eine Straffung dem Wochenende sehr gut und sorgt auch für eine bessere Stimmung und mehr Rock’n’Roll-Feeling. Zum Teil war doch hier und da etwas Leerlauf, was sich einfach insgesamt auf die Stimmung niederschlägt. Nichtsdestotrotz war dieses Wochenende für mich ein Highlight in 2012 und ich freue mich schon jetzt wie ein kleines Kind auf das nächste Jahr – und ich wette meinen verdammten Arsch darauf, dass ich nicht der einzige bin!
    Bleibt wieder einmal nur zu sagen: See you next year in Geiselwind!!!


    Videolinks:

    Diverse Live-Aufnahmen der Bands: Link
    High Voltage aus Belgien: Link, Link
    AC/DC-Fantreffen Channel: Link


    Fotolinks:

    Galerie von main-ding.de (Freitag): Link
    Galerie von Timm "Stonebreaker": Link
    Galerie von andora-rocks.de: Link